Ratenkredit statt hoher Kontoüberziehung (04.03.2010)
Wenn man sein Girokonto überzieht, wird es schnell teuer. Mehr als 12 Prozent Dispozinsen verlangen viele Banken, wenn das Konto ins Minus rutscht. Noch höher steigt der Sollzins, wenn man den vereinbarten Dispositionsrahmen überschreitet. Wer einen Ratenkredit aufnimmt und damit das überzogene Girokonto ausgleicht, kann oft viel Geld sparen.Das Modell des Ratenkredits ist einfach: Man erhält die gewünschte Summe zum vereinbarten Zeitpunkt. Die Rückzahlung erfolgt dann in festen Monatsraten. Besondere Sicherheiten sind nur bei höheren Kreditsummen erforderlich. Ratenkredite bekommt man mit einer Laufzeit bis zu 96 Monaten. Ein Ratenkredit über 5.000 Euro mit 24 Monaten Laufzeit wird heute ab cirka 5 Prozent Effektivzins angeboten. Rund 360 Euro spart man beispielsweise bei einem Dispozins von 12 Prozent, wenn man 5.000 Euro Überziehungsschulden in einen Ratenkredit zu 5 Prozent Zinsen umwandelt. Im Kreditvertrag muss der Effektivzins angegeben sein, damit man leichter vergleichen kann. Viele Anbieter staffeln den Kreditzins auch nach Bonität und Beruf des Kunden. Manche Ratenkredite werden nur für einen bestimmten Verwendungszweck gewährt, zum Beispiel für den Kauf eines Neuwagens. Empfehlenswert sind oft Abrufkredite, die genauso flexibel sind wie der Dispo, aber nur die Zinsen eines günstigen Ratenkredites kosten. Experten-Tipp: Für Sparbücher gibt es zurzeit Zinsen im Minimalbereich von unter einem Prozent. Wer Geld braucht und über ein zinsschwaches Sparguthaben verfügt, sollte es besser auflösen, anstatt sein Girokonto zu überziehen und dafür teure Dispozinsen zu bezahlen.
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