Weltweit zahlen mit Reiseschecks (18.09.2009)

Viele Reisen führen in Regionen, in denen nicht an jeder Ecke ein Geldautomat steht. Wer weltweit unterwegs ist, weiß ohnehin, dass selbst in Großstädten nicht jeder Automat die EC-Karte der deutschen Heimatbank akzeptiert. Zudem sind die Auslandsgebühren für Deutsche besonders hoch: Bis zu 6 Euro je Abhebung zahlen deutsche Bank- und Sparkassenkunden schon innerhalb der Europäischen Union, wenn sie ausländische Geldautomaten nutzen. Eine Alternative ist nach wie vor der Traveller- oder auch Reisescheck. Den Reisescheck gibt es von verschiedenen Anbietern wie American Express, Thomas Cook oder Visa.

Weltweit tauschen Banken diese Reiseschecks problemlos in örtliches Bargeld um. Ebenso werden die Schecks von fast allen Hotels, Wechselstuben, Einzelhändlern oder von Autovermietungen akzeptiert. Man kauft die Schecks bei der Bank zu Hause in der gewünschten Summe und Stückelung. Ausgestellt werden die Schecks je nach Reiseziel beispielsweise in US-, kanadischen oder australischen Dollar, in Euro oder Schweizer Franken. Faustregel: Reist man in ein Land mit „weicher“ Währung, nimmt man am besten Euro-Reiseschecks mit. Für Hartwährungsländer wie Großbritannien oder die Schweiz kann man auch Schecks in Landeswährung kaufen. Die Hausbank sollte Auskunft geben können, welche Währung je nach Reiseziel empfehlenswert ist.

Gleich beim Kauf unterschreibt man die Reiseschecks in der dafür vorgesehenen Zeile - ab diesem Zeitpunkt sind die Schecks gegen Diebstahl und Verlust versichert. Zum zweiten Mal unterzeichnet man erst, wenn man den Reisescheck einlöst. Außerdem legt man bei der Einlösung Reisepass oder Personalausweis vor. Beim Kauf von Reiseschecks bekommt man eine Kaufquittung und ein Verzeichnis der Seriennummern der Schecks. Beides ist getrennt voneinander aufzubewahren. Kann man diese Belege vorzeigen, besorgt jede ausländische Bank Ersatz für abhanden gekommene Reiseschecks, meist innerhalb von 48 Stunden nach der Verlustmeldung. Ergänzend sind weltweit Servicehotlines geschaltet, die im Ernstfall helfen. Die deutschen Sparkassen und Banken berechnen für den Verkauf von Reiseschecks in der Regel 1 Prozent Gebühr vom Wert, die Mindestgebühr beträgt je nach Institut zwischen fünf und zehn Euro.



 
   


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